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Lanttulaatikko — finnischer Steckrübenauflauf mit knuspriger Kruste
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Quelle: https://recipheon.com/de/rezepte/snacks/lanttulaatikko-finnischer-steckruebenauflauf-mit-knuspriger-kruste
Über dieses Rezept
Lanttulaatikko ist ein finnischer Auflauf aus weich zerdrückter Steckrübe, Sahne und Ei, mild gesüßt mit dunklem Zuckersirup. Unter gebräunten Semmelbröseln und Butter liegt ein cremiger, leicht würziger Kern. Steckrüben haben gelbliches Fleisch und einen kräftigen Geschmack; hier werden sie nicht durch Speiserüben oder Rettich ersetzt. Das Gemüse wird ganz weich gekocht, gründlich abgetropft und erst dann abgewogen. So verdünnt Kochwasser die Masse nicht ungewollt. In abgewogener Sahne und Milch eingeweichte Brösel binden das Püree; etwas Ingwer und Muskat unterstreichen den Steckrübengeschmack. Vor der Zugabe des rohen Eis soll das Püree leicht abkühlen. Eine breite Form lässt die Kruste bräunen; danach ruht der Auflauf kurz. Es entstehen sechs warme Beilagenportionen für ein Essen oder die Festtafel. Die gesamte Masse, der Butter-Brösel-Belag und die Auflaufränder gehören zu diesen Portionen.
Zutaten
Gesamte cremige Steckrübenmasse
900 g bereits gekochte, geschälte und gründlich abgetropfte Steckrübe, Nettogewicht, etwa 1,3 kg roh und ungeschält vor der Zubereitung
150 g flüssige Sahne mit 36% Fett, abgewogen
50 g Milch mit 3,2% Fett, abgewogen
40 g feine trockene Weizen-Semmelbrösel zum Einweichen
50 g rohes ganzes Ei ohne Schale, etwa 1 Ei Größe M
40 g dunkler nordischer Zuckersirup vom Typ Tumma siirappi, keine Melasse und kein Ahornsirup
4 g feines Salz für die Masse
0,5 g getrockneter gemahlener Ingwer, etwa ¼ TL
0,2 g gemahlene Muskatnuss, eine kleine Prise
Gesamter Belag und Fett für die Form
20 g feine trockene Weizen-Semmelbrösel für den Belag
25 g ungesalzene Butter mit 82% Fett: 5 g für die Form und 20 g für den Belag
Wasser ausschließlich zum Kochen
1500 g Wasser zum Kochen der Steckrübe, wird abgegossen und nicht serviert
Zubereitung
Bei roher Steckrübe mit etwa 1,3 kg beginnen. Die dicke Schale und harte Stellen entfernen, das Fleisch in 2–3 cm große Würfel schneiden. In einem etwa 3 l fassenden Topf mit 1500 g Wasser bedecken. Das Wasser nicht salzen. Mit leicht geöffnetem Deckel ab dem Aufkochen etwa 25–35 Minuten sanft kochen, bis sich die Steckrübe leicht mit einer Gabel zerdrücken lässt. Keine Speiserüben und keinen Rettich verwenden. Bei bereits gekochter Steckrübe diesen Schritt auslassen.
Die Steckrübe etwa 5 Minuten im Sieb abtropfen lassen, ohne auszudrücken. Kochwasser abgießen und nicht zum Auflauf geben. 900 g bereits gekochtes, geschältes und abgetropftes Gemüse abwiegen; Schalen und möglicher Überschuss gehören nicht zum Rezept. In eine breite Schüssel geben. Dieses Nettogewicht ist die Grundlage der Portionen, nicht 900 g rohe Steckrübe vor dem Kochen.
Die gesamten 900 g Steckrübe mit einem Kartoffelstampfer möglichst glatt zerdrücken, ohne Wasser zuzugießen. Kleine Fasern sind natürlich; die Masse nicht durch ein Sieb streichen und kein Fruchtfleisch wegwerfen. In der Schüssel verteilen und etwa 15–20 Minuten stehen lassen, bis sie nicht mehr heiß ist. Rohes Ei nicht in die dampfende Masse rühren. Währenddessen die eingeweichten Brösel vorbereiten.
150 g Sahne und 50 g Milch mit 40 g Semmelbröseln mischen. Etwa 10 Minuten quellen lassen; nicht ausdrücken und keine Flüssigkeit abgießen. Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze ohne Umluft vorheizen. Eine ofenfeste Form mit etwa 24 × 18 cm Innenmaßen, mindestens 5 cm Tiefe und etwa 2 l Inhalt vorbereiten. Boden und Seiten mit den abgewogenen 5 g Butter bestreichen.
Alle eingeweichten Brösel samt Flüssigkeit, 50 g verquirltes Ei, 40 g dunklen Sirup, 4 g Salz, Ingwer und Muskat zum leicht abgekühlten Püree geben. Gründlich mit dem Teigschaber mischen, ohne aufzuschlagen. Die Masse soll dick und cremig sein, langsam vom Löffel fallen und keine getrennte Flüssigkeitspfütze zeigen. Keine Brühe und kein Wasser zugießen und keine weiteren Brösel oder Gewürze zufügen. Den Sirup in Gramm abwiegen, nicht nach der Flaschengröße abmessen.
Die gesamte Masse in die vorbereitete Form geben und die Schüssel auskratzen. Zu einer etwa 3 cm hohen Schicht glätten und Platz zum Rand lassen. Mit dem Löffelrücken flache parallele Wellen formen, ohne tiefe Rillen auszuheben. Kein Püree zum Garnieren zurückbehalten. Die angegebene breite Form verwenden, damit die Schicht nicht zu hoch wird.
Die ganze Oberfläche mit den übrigen 20 g trockenen Semmelbröseln bestreuen. Die übrigen 20 g Butter in kleinen Stücken gleichmäßig darauf verteilen, auch am Rand. Dieser gesamte Belag ist zum Mitessen bestimmt. Keine dieser Zutaten zufügen: Käse, Öl oder zusätzliche Butter. Die Brösel nicht tief ins Püree drücken.
Auf mittlerer Schiene etwa 75–90 Minuten backen. Der Auflauf soll heiß, an den Rändern leicht gebräunt und in der Mitte stabil und cremig sein, mit goldenem leicht knusprigem Belag. Keine trockene Mitte wie bei einem Kuchen erwarten. Wird der Belag zu schnell dunkel, locker mit Folie abdecken und diese für die letzten etwa 10 Minuten abnehmen. Die Temperatur nicht stark erhöhen, um die Bräunung zu beschleunigen.
Etwa 10–15 Minuten ruhen lassen, dann alles auf 6 Beilagenportionen aufteilen, samt Belag und Rändern. Warm ohne zusätzliche Garnierung servieren. Reste in einen flachen Behälter geben und innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen; abgedeckt bis zu 3 Tage aufbewahren. Abgedeckt im auf 160°C vorgeheizten Backofen erhitzen, bis alles durchgehend heiß ist; gegen Ende zum Bräunen aufdecken. Den Auflauf nicht über Nacht auf der Arbeitsfläche stehen lassen.
Geschätzte Nährwerte
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